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Das LG Konstanz hat durch Urteil vom 23. September 2011 – 11 S 92/11A – entschieden, dass im Falle eines (Wild-)Tierunfalles der Vollbeweis nicht geführt werden muss, wenn das Tier an der Unfallstelle nicht aufgefunden werden kann und der Fahrer alleine unterwegs war.

Das Landgericht Konstanz ist aufgrund des Vortrags des Klägers sowie der Sachverständigengutachten überzeugt, dass der streitgegenständliche Schaden am Fahrzeug des Klägers durch den Zusammenstoß mit einem Tier verursacht wurde. Dem steht die von der beklagten Versicherung außergerichtlich eingeholte Stellungnahme nicht entgegen, wonach der Schaden „nicht plausibel für einen Zusammenprall mit Wild“ ist. Die beklagte Versicherung hat die Angaben des Klägers zu den Umständen des Unfalls bestritten, ihr Bestreiten jedoch nicht näher substantiiert. Das Gericht ist aufgrund der Gesamtheit der Umstände des Unfalls zur der Überzeugung gelangt, dass der Unfall durch ein Tier, welcher Art auch immer, verursacht wurde. Absolute, über jeden denkbaren Zweifel
erhabene, Gewissheit ist nicht erforderlich.