Maximenu CK

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Das Amtsgericht Ahrensburg vertritt in seinem Urteil vom 17.02.2016 – Az.: 49 C
857/15 – die Auffassung, dass dann, wenn mit dem Sachverständigen keine
Vereinbarung über die Höhe der Vergütung getroffen wurde, die übliche Vergütung
geschuldet ist. Diese Vergütung schätzt das Gericht gemäß § 287 ZPO

unter
Hinzuziehung der BVSK-Honorarbefragung 2013, da sich gerichtsbekanntermaßen
die örtlichen Kfz-Sachverständige mehrheitlich an den dort angegebenen
Honorarumfängen orientieren. Da der Sachverständige mit den von ihm
abgerechneten Beträgen für Grundhonorar und „Restwertermittlung“ den
Honorarkorridor nicht überschritten hat, waren seine Kosten in voller Höhe zu
ersetzen.
Die Kosten für einen Reparaturnachweis müssen nicht ersetzt werden, denn der
Geschädigte hat insoweit gegen seine Pflicht zur Schadensgeringhaltung verstoßen.
Er hat die Nachbesichtigung des Fahrzeuges durch den Sachverständigen
veranlasst, ohne dass die beklagte Versicherung die Vorlage einer entsprechenden
Bestätigung verlangt hatte. Erfahrungsgemäß wird von den Kfz-Versicherungen die
Übersendung eines Fotos des instandgesetzten Fahrzeugs, auf dem eine aktuelle
Tageszeitung abgebildet ist, als ausreichend akzeptiert.