Maximenu CK

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Nach dem Urteil des Amtsgericht Hamburg-Barmbek vom 19. Februar 2016 – Az.:
821 C 228/13 – sind auch Schäden am Unfallfahrzeug, die erst nach einem
Weiterverkauf auftreten, vom Schädiger zu ersetzen. Im vorliegenden Fall sind die
Beschädigungen der Antriebswelle mit hoher Wahrscheinlichkeit bei dem Unfall
eingetreten,

so dass es sich um eine sog. Schadenserweiterung handelt. Eine
Weiterveräußerung respektive die Inzahlunggabe des beschädigten oder
instandgesetzten Fahrzeuges ist unerheblich, denn auch wenn der ehemalige
Eigentümer das Fahrzeug weitergenutzt hätte, stünde ihm der erweiterte
Schadenersatz zu. Er ist auch nach der Weiterveräußerung nicht anders zu stellen,
als hätte er das Fahrzeug selbst genutzt. Einen Materialfehler oder einen Unfall nach
Verkauf des Wagens konnte der Sachverständige mit dem notwendigen Grad an
Wahrscheinlichkeit als Schadensursache ausschließen.